Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Gemeinde,
der Monat Juni steht im Zeichen unseres Pfarrpatrons. Am 24. Juni feiern wir das Fest Johannes des Täufers, dessen Namen wir zusammen mit dem des Heiligen Heinrich als Gemeinde tragen. Namen sind wohl bedacht, manchmal Programm. Wir verbinden mit ihnen etwas – andere Personen, Erlebnisse, Ereignisse... In jedem Namen schwingt eine Geschichte mit. Der eine mag seinen Namen, der andere nicht. Manche klingen modern, manche aus der Zeit gefallen. Wir sind nicht durchnummeriert, nicht durch andere ersetzbar. Daran erinnern uns die Namen, die wir tragen.
„Ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir!“, heißt es beim Propheten Jesaja (43,1). Wir sind von Gott Gerufene und Beauftragte. Der Name steht für unsere Einmaligkeit und Einzigartigkeit. Jeder ist von Gott als Unikat geschaffen und in diese Welt hineingesetzt. Durch seinen Ruf werden wir zugleich gesandt, eben diese Botschaft durch unsere Person mit Gaben und Fähigkeiten zu verkünden: Auch du, Mensch, bist wie ich von Gott geliebt und angenommen!
Wenn wir das Patrozinium unserer Pfarrkirche und den Namenstag unserer Gemeinde feiern, sollen wir uns nicht nur von dem Täufer in der Wüste ermutigen lassen, den Blick auf Christus zu richten. Zugleich dürfen wir uns als von Gott zu einem Haus aus lebendigen Steinen (1. Petrus 2,5) Gerufene verstehen. Mit unserem „guten“ Namen – unserer ganz eigenen Persönlichkeit – verweisen wir auf den liebenden und lebendigen Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist.
So gratuliere ich uns als Gemeinde zum Namenstag und lade Sie ein, mit unseren eigenen Namen Botinnen und Boten von Glaube, Liebe und Hoffnung zu sein.
Es grüßt von Herzen
Ihr Pastor Michael Eichinger
Fragen zum Weiterdenken:
- Welche Bedeutung hat mein Name?
- Was bedeutet mir mein Name?
- Wann ist mein Namenstag?
- Welche Geschichte hat mein*e Namenspatron*in?